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Metropolregion Mitteldeutschland (Link: http://www.region-mitteldeutschland.com/)
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Unter den Bedingungen zunehmender internationaler Standortkonkurrenz soll das raumordnerische Entwicklungsziel enger mit dem nationalen Wachstumsziel verknüpft werden. In diesem Kontext will sich die Raumentwicklungspolitik verstärkt auf die Innovationsfähigkeit und damit besonders auf die Bedingungen der Erwirtschaftung von Wohlstand und weniger auf seine Verteilung fokussieren. Dies gilt nicht nur für die neuen Länder im Zuge des wirtschaftlichen Nachholbedarfs, sondern gleichermaßen hinsichtlich seiner Wettbewerbsfähigkeit im europäischen und globalen Vergleich für Deutschland als Ganzes.
Metropolregionen - ein neues Raumkonzept für Deutschland
Deutschland hat im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn ein historisch gewachsenes polyzentrisches Städtesystem. Für die räumliche Entwicklung in den letzten Jahrzehnten war diese Polyzentralität eine sehr gute Grundlage. Nach 1990 wurde dieses Konzept auf die neuen Länder übertragen. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit etwa 100 Oberzentren mit ihren jeweiligen Verflechtungsbereichen.
Oberhalb des Systems der Oberzentren bildet sich derzeit eine neue Ebene von Metropolen und Metropolräumen heraus. Sie spielen im Hinblick auf bestimmte Funktionen (Steuerung, Zugang, Innovation) in einer anderen Liga (Championsleague versus Bundesliga). Damit zeichnet sich eine neue Metropolitanstruktur ab, die das System der Oberzentren und oberzentralen Verflechtungsbereiche überlagert.
Gemäß den Beschlüssen der für die Raumordnung zuständigen Minister in Deutschland wurde für den mitteldeutschen Raum festgelegt: "Das Konzept der Metropolregionen ist u.a. für den Wirtschaftsraum "Mitteldeutschland" eine besondere Chance, sich im europäischen Wettbewerb zu positionieren. Dazu sollten die Thüringer Städtereihe und die Oberzentren des Landes Sachsen-Anhalt in die Entwicklung der Metropolregion Halle/Leipzig-Sachsendreieck einbezogen werden."
Darum geht es. Die Zusammenfassung der vorhandenen Potenziale im Dreieck Dresden - Erfurt - Magdeburg mit dem Kern Leipzig - Halle soll den neuen Ländern insgesamt und dem mitteldeutschen Raum im besonderen einen neuen Entwicklungsschub verleihen, das Image aufpolieren, weitere Investoren und Arbeitsplätze in die unter den Folgen des Strukturwandels nach wie vor schmerzlich leidende Region holen und damit der anhaltenden Abwanderung vor allem junger Fachkräfte entgegen wirken.
Angesichts dieses Problembündels hat sich bislang keine mitteldeutsche Stadt, auch nicht Dresden und Leipzig, als herausragendes Zentrum im internationalen Wettbewerb etablieren können. Dieser Nachteil ist für die künftige Zusammenarbeit aber wohl ein Vorteil, weil jede Stadt für sich auf absehbare Zeit ein noch zu geringes Gewicht in die Waagschale des internationalen Wettbewerbs zu werfen vermag. Die Entfernungen zwischen Dresden, Erfurt und Magdeburg schrumpfen aus globaler Perspektive auf nachbarschaftliche Größe. Dies ist insbesondere die Chance für eine gemeinsame Marketingstrategie auf der Basis des herausragenden kulturellen Erbes im mitteldeutschen Gesamtraum.
© IHK Magdeburg
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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